Chemische Analytik / Ersatzbrennstoffe

Welle

Bei Ersatzbrennstoffen handelt es sich oft um sehr heterogene Proben. Als Beispiel sei die Schredderleichtfraktion aus der Autoverwertung aufgeführt, die außer den Metallteilen fast alles umfasst, was in Autos verbaut wird: Ummantelte Kupferkabel, harte und weiche Kunststoffteile, Gummi, Schaumstoff, Fasern von Bezügen, und ähnliches mehr. Dieses heterogene Gemisch stellt hohe Anforderungen an die Probenvorbereitung, weil die Entnahme einer repräsentativen Teilmenge nicht möglich ist.

In unserem Labor wird daher generell die gesamte Laborprobe (bis ca. 50 l) mit einem Schredder (Einwellenzerkleinerer) vorzerkleinert auf eine Größe von < 10 oder < 8 mm. Da sich die Welle nur sehr langsam dreht, wird das Material nicht warm, was insbesondere bei Gummi sehr wichtig ist, da es leicht anfängt zu schmelzen und z. B. die Messer von Schneidmühlen schnell verkleben kann.

Die Probe wird dann geteilt - z. B. in einem Riffelteiler - und ca. die Hälfte der Probe als Rückstellprobe eingelagert. Die andere Hälfte wird erneut gut durchgemischt und dann eine repräsentative Teilprobe in einer Schneidmühle weiter zerkleinert auf < 1 mm Teilchengröße. Erst diese aufbereitete Probe ist dann hinreichend repräsentativ für das zu untersuchende Material und wird dann für weitere Untersuchungen aufgeschlossen bzw. extrahiert.

Die Schredderleichtfraktion wird u.a. in Müllheizkraftwerken verfeuert. Dazu müssen der Heizwert und die Gehalte an Mineralölkohlenwasserstoffe, PCB und Chlor gesamt bekannt sein. Diese und andere Untersuchungen (Metalle, ...) werden von uns durchgeführt.